Wärmeschutz

Zur Durchführung von Neubaumaßnahmen und zur energetischen Sanierung beim Bauen im Bestand kommt es immer mehr auf eine gute Dämmung und den Einsatz erneuerbaren Energien an. Ein hoher Standart an Wärmedämmung und die Reduzierung von Transmissions- und Lüftungswärmeverlusten trägt zu Energieeinsparung und zur Schonung der Umwelt bei. Die Umsetzung war früher in der Wärmeschutzverordnung (WSchV) und der Heizungsanlagenverordnung (HeizAnlV) geregelt. Seit dem 2009 gilt die Anwendung der Energieeinsparverordnung (EnEV).
Die Novelle von 2013  ist mit Wirkung vom 01.05.2014 in Kraft.

Die Umsetzung  der Energieeinsparung wird durch das deutsche Baurecht geregelt. Die Energieeinsparverordnung (EnEV) basiert auf der rechtlichen Grundlage des Energieeinsparungsgesetz (EnEG).
Gern benennen wir Ihnen Sachverständige, die die Leistung der Energieeinsparverordnung übernehmen, oder wir bieten ihnen diese Leistungen im Paket als Generalplaner mit an.

Für wen gilt die die Energieeinsparverordnung (EnEV)?

Sie gilt für:

  • Gebäude, soweit sie unter Einsatz von Energie beheizt oder gekühlt werden
  • Anlagen und Einrichtungen der Heizungs-, Kühl-, Raumluft- und Beleuchtungstechnik sowie der Warmwasserversorgung
  • Der Energieeinsatz für Produktionsprozesse von Gebäuden ist nicht Gegenstand der Verordnung

 

 

Sie gilt nicht für:

  • Betriebsgebäude, die überwiegend zur Aufzucht oder zur Haltung von Tieren genutzt werden
  • Betriebsgebäude, soweit sie nach ihrem Verwendungszweck großflächig und lang anhaltend offen gehalten werden müssen
  • unterirdische Bauten
  • Unterglasanlagen und Kulturräume für Aufzucht, Vermehrung und Verkauf von Pflanzen
  • Traglufthallen und Zelte
  • Gebäude, die dazu bestimmt sind, wiederholt aufgestellt und zerlegt zu werden, und provisorische Gebäude mit einer geplanten Nutzungsdauer von bis zu zwei Jahren
  • Gebäude, die dem Gottesdienst oder anderen religiösen Zwecken gewidmet sind
  • Wohngebäude, die für eine Nutzungsdauer von weniger als vier Monaten jährlich bestimmt sind
  • sonstige handwerkliche, landwirtschaftliche, gewerbliche und industrielle Betriebsgebäude, die nach ihrer Zweckbestimmung auf eine Innentemperatur von weniger als 12 Grad Celsius oder jährlich weniger als vier Monate beheizt sowie jährlich weniger als zwei Monate gekühlt werden

 

Was beinhaltet die Energieeinsparverordnung (EnEV)

Kurz gesagt gibt die EnEV vor, wie viel Energie ein Gebäude verbrauchen darf. Sie legt bautechnische Standardanforderungen fest und schreibt einen effizienten Energieverbrauch ihres Bauprojektes oder ihres Gebäudes vor. Diese Vorgaben manifestieren sich in vorgeschriebenen Bauteilwerten, dass heißt, dass jedes Bauteil (Boden, Wand, Decke, Fenster etc.) und die Versorgungstechnik eine bestimmte, gute, Wärmedämmung haben muss bzw. regenerative Energien nutzt. Weiterhin wird der Gesamtenergiebedarf des Gebäudes festgelegt. Über eine Berechnung, die erneuerbare Energien vorteilhaft in die Wertung einfließen lässt, werden die Werte für das Gebäude nachgewiesen

Wärmeschutz konstruktiv eingesetzt

Wir berücksichtigen die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) schon bei der Planung, so dass im späteren Nachweis die Dämmstärken auf ein wirtschaftliches Maß reduziert werden können. Unnötige Dämmstärken belasten nicht nur den Geldbeutel, sondern verbrauchen Platz und Nutzfläche und belasten in der Herstellung beim Primärenergiebedarf ebenfalls die Umwelt. Vereinfacht ausgedrückt ist der Primärenergiebedarf die Verrechnung der Gewinnung, Umwandlung und des Transportes der Energie mit den Verlusten im Gebäude. Wir lassen die Anforderungen der ENEV frühzeitig in den Entwurf mit einfließen. Als einfaches Beispiel sei das Verhältnis Außenfläche zu beheiztem Raumvolumen genannt. Ein stark gegliedertes und verschachteltes Gebäude birgt nicht nur enorme Probleme in der Detaillösung bei den Übergängen und Anschlüssen, sondern wirkt in der Oberfläche wie das Prinzip eines Heizkörpers. Dieser gibt um so mehr Wärme an den Raum ab, je größer seine Oberfläche ist. Durch die Planung kompakter Formen, großzügiger Öffnungen nach Süden und die Nutzung erneuerbarer Energien wird es nicht nur einfacher die  Energieeinsparverordnung (EnEV) einzuhalten, sondern auch wirtschaftlicher diese umzusetzen. Da bei der Betrachtung in der Energieeinsparverordnung (EnEV) der Primärenergiebedarf bewertet wird, kann in der Gesamtbilanz eines Gebäudes der Faktor Anlagentechnik und der Faktor baulicher Wärmeschutz vom Prinzip her miteinander verrechnet werden. Das heißt, dass man in der Stärke bzw. Qualität der Dämmung sparen kann, wenn dafür eine effiziente regenerative Heizanlage eingebaut wird.
Weiterhin ermöglicht die EnEV die Berücksichtigung solarer Wärmegewinne.

Sie können also bei der Nutzung solarer Energie doppelt Geld sparen. Zum einen beim Energieverbrauch und zum anderen durch Einsparung bei den Dämmstoffstärken.